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Beitrag zum econo-me Wettbewerb des Handelsblatt


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Man wird sich nicht mit Börs und Beu­tel plagen:
Ein Blätt­chen ist im Busen leicht zu tragen,
Mit Lie­bes­brief­lein paarts bequem sich hier.
Der Pries­ter trägts andäch­tig im Brevier,
Und der Sol­dat, um rascher sich zu wenden,
Erleich­tert schnell den Gür­tel sei­ner Lenden.
Die Majes­tät ver­zeihe, wenn ins Kleine
Das hohe Werk ich zu ernie­dern scheine!

FAUST. Das Über­maß der Schätze, das, erstarrt,
In dei­nen Lan­den tief im Boden harrt,
Liegt unge­nutzt. Der wei­teste Gedanke
Ist sol­ches Reich­tums küm­mer­lichste Schranke;
Die Phan­ta­sie, in ihrem höchs­ten Flug,
Sie strengt sich an und tut sich nie genug.
Doch fas­sen Geis­ter, wür­dig, tief zu schauen,
Zum Gren­zen­lo­sen gren­zen­los Vertrauen.

MEPHISTOPHELES. Ein solch Papier, an Gold und Per­len Statt,
Ist so bequem, man weiß doch, was man hat;
Man braucht nicht erst zu mark­ten noch zu tauschen,
Kann sich nach Lust in Lieb und Wein berauschen.
Will man Metall: ein Wechs­ler ist bereit,
Und fehlt es da, so gräbt man eine Zeit.
Pokal und Kette wird verauktioniert,
Und das Papier, sogleich amortisiert,
Beschämt den Zweif­ler, der uns frech verhöhnt.
Man will nicht anders, ist daran gewöhnt.
So bleibt von nun an allen Kaiserlanden
An Kleinod, Gold, Papier genug vorhanden.

Faust II.1.3